Große Augen, freche Töne: Kinderkonzert 2016

Kinderko MKL Lengfurt

 

Sonntagnachmittag, Lengfurt, 15 Uhr: Gebannt lauscht ein aus allen Altersgruppen gemischtes Publikum den 50 Musikern des Symphonischen Blasorchesters Lengfurt unter Leitung von Matthias Höfert und knapp 90 Chorsängerinnen und Sängern der Kinder- und Jugendchöre KiChoLé (Lengfurt) unter Leitung von Judith Hock und Believe (Röttbach) unter Leitung von Petra Röhrig. Der Marktplatz ist zum Bersten voll, und die Sonne scheint.

Nachdem das Wetter den jungen und jungebliebenen Mitgliedern des SBO mit Regen die Generalprobe abrupt beendete, entschuldigte es sich am Konzerttag mit warmen Temperaturen und Sonne.

Das spürte man auch in der Musik und im Publikum.
Nachdem das Orchester den Zuhörern einen Marsch zur Begrüßung geblasen hatte, wurden sie von Vorstand und Moderator Dr. Bruno Hock vorgestellt. Aufmerksam spitzten die Menschen auf dem Marktplatz die Ohren.

Was auf die fröhliche Begrüßung folgte, war ein Feuerwerk aus kindlicher Freude und Musik für alle Altersstufen. Mit “Hurra, Hurra”, einem Kindermelodien-Medley, gespielt vom SBO, fühlte sich eine eher ältere Generation angesprochen.

Gefolgt wurde es vom ersten Highlight des Konzerts. Gemeinsam präsentierten die beide Chöre, das SBO und sechs Tänzerinnen des SV Frankonia Lengfurt (unter Leitung von Doro Hock) das Jahrhundertwerk “Another Brick in the Wall” von Pink Floyd. Die Lengfurter Kinder wandten den Lehrern die Rücken zu, die Tänzerinnen tanzten sich aus der zwanghaften Enge des Schulsystems und der Anonymität. Die frechen Klänge des SBO wurden von einem groovy E-Bass und einem grandios performten E-Gitarren-Solo ergänzt. Alle Generationen des Publikums wurden mitgerissen. Es gab tosenden Applaus.

Das Orchester der MKL leitete die zweite Hälfte des Konzert mit einem Paukenschlag ein. Mit den Raumschiffen aus der generationenübergreifend bekannten und geliebten Saga “Star Wars” hoben die Zuhörer ab vom idyllischen Marktplatz in eine Welt von Träumen, Krieg und intergalaktischer Liebe. Fanfaren schmetterten die bekannten Melodien der Filme, Posaunen kündigten den Aufmarsch von Darth Vader an, und sanfte Hörner stellten die anmütige Prinzessin Leia dar.

“Believe”, der Kinder- und Jugendchor aus Röttbach, nutzte die Gelegenheit, um sich vorzustellen. Man singe vor allem Rock und Pop, so Leitung Petra Röhrig. Genau das präsentierten sie dann auch: “Fight Song” und “Some Nights” sang der Chor auf dem Marktplatz.

Der KiChoLé setzte eher auf bescheidene Töne und Fremdsprachen. Obwohl laut Dirigentin Judith Hock fast die Hälfte der Kinder noch nicht lesen konnte, wagte man sich an das französische Meisterwerk “Vois sur ton chemin” (Zu Deutsch: “Schau auf deinen Weg”) aus dem Film “Die Kinder des Monsieur Matthieu”.

Die jüngsten Zuschauerinnen und Zuschauer waren begeistert von “Ich bin frei”, eine Kooperation aus Chören, Orchester und Tanz. Das Lied stammt aus dem Film “Frozen – Die Eiskönigin” und ist vielen Kindern gut bekannt. Aber auch besonnen wurden Chor und Orchester – etwa mit “Adiemus”, dem Lied, das nach dem Angriff auf die Twin Towers in New York vor 15 Jahren einen traurigen Ruhm erlangte, und von Karl Jenkins in einer Fantasiesprache verfasst wurde.

Die bunte Mischung an Zielgruppen, Auftrittsformen und Musik kam beim Publikum besonders gut an. Auch die Musiker waren begeistert von der Vielfältigkeit der Musik.

Gerne möchten wir Sie und Euch deshalb für Sonntag, den 03.07.2016, auf die Burg Wertheim einladen. In ritterlicher Kulisse wird dort das Konzert noch einmal unter freiem Himmel wiederholt!

 

Ein Gedanke zu „Große Augen, freche Töne: Kinderkonzert 2016“

  1. das hast Du alles mitreißend formuliert – es waren aber 90 Kinder und Amistad wäre auch wert gewesen , erwähnt zu werden.
    Trotzdem Glückwunsch zu Deinem Text!

    Respektvolle Grüße

    Bruno

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